
Schule In der letzten durchgängigen Unterrichtswoche des Schuljahres fand für viele Achtklässler der MLRS in Zusammenarbeit mit der Judoabteilung der SPVGG Besigheim erneut ein Kurs zur Gewaltprävention statt.
Besigheim. Auch wenn die Kriminalstatistik für das Jahr 2025 in Bezug auf jugendliche Täter etwas rückläufig ist, sind die absoluten Zahlen jedoch noch immer auf einem hohen und besorgniserregenden Niveau. Um Schüler der Maximilian-Lutz-Realschule auf mögliche Risiken vorzubereiten, wurde eine Kooperation mit der Judoabteilung der SPVGG Besigheim vereinbart. Für die Dauer von drei Schulstunden schulten die Judokas Volker Völpel und Reimund Baur, der Kijutsuka Jürgen Schreiner und der Karateka Thomas Kraft Jugendliche aus vier achten Klassen in verschiedensten Techniken der waffenlosen Selbstverteidigung und boten dabei ein breites Spektrum an Verhaltensweisen zur friedlichen Lösung von Konflikten auf. So lernten die Jugendlichen in Kleingruppen mithilfe von Videoanalysen, Rollenspielen und eines sogenannten Dummys, Gewaltsituationen zu erkennen und deeskalierend und angemessen zu reagieren. Ausgemachte Schmerzpunkte beim Gegner sollen es dem Opfer im Notfall ermöglichen, Zeit zu gewinnen, um der Gefahrensituation entfliehen zu können. Auch das Verhalten gegenüber einem mit einem Messer Bewaffneten wurde ausgiebig thematisiert. „Die beste Verteidigung sei noch immer, so schnell wie möglich wegzurennen, um das eigene Leben zu schützen!“ Der Judoka stellte zum Ende der Veranstaltung fest: „Es geht nicht darum, zum Helden zu werden, sondern die Gefahr früh möglichst zu erkennen, angemessen zu reagieren und unverletzt zu bleiben.“ Für die Schüler war es eine besondere Veranstaltung, die auch aufgrund ihrer alltäglichen Relevanz sehr motivierend war. Der stellvertretende Schulleiter Felix Kron zeigte sich sehr erfreut über die Präventionsmaßnahme: „Ich hoffe sehr, dass unsere Schüler niemals in eine Situation geraten, in welcher sie körperlich angegriffen werden. Aber es ist wichtig, Szenarien im Kopf durchzuspielen und nach Möglichkeit darauf vorbereitet zu sein. Kron bedankte sich zudem beim Förderkreis der MLRS, der die Maßnahme finanziell erheblich unterstützte.
Felix Kron














