
Seit 2020 gibt es ein einzigartiges öffentliches Event an der Maximilian-Lutz Realschule in Besigheim.
Die seltsame Bezeichnung des Events setzt sich aus einer absichtlich falsch geschriebenen Variante von Halloween und der deutschen Vorsilbe „prä“, das „vor“ bedeutet, zusammen. Das aus dem Keltischen kommende Halloween selbst wird jedes Jahr in der Nacht zu Allerheiligen in den USA und in der Welt gefeiert und ist durch die sozialen Medien natürlich auch ein Thema in den Köpfen der Jugendlichen, die Alex Krämer als Realschullehrer unterrichtet. Er hat mit seiner Veranstaltungstechnik-AG dieses Event an der MLRS mit vielen Unterstützern erfunden, weil Halloween immer in den Herbstferien liegt. So wird es vorgezogen und umbenannt.
Angefangen hat es mit einer Variante durch den Schulgarten, als im Jahr 2020 im Herbst nur eingeschränkte Kontakte möglich waren. Alex Krämer wollte aber den Kindern gerade deshalb in einer Zeit, in der Schule wirklich schwierig war, einen spaßigen Touch geben und drehte den „Horror in die Schule zu gehen“ in die lustige Richtung.
Mittlerweile hat sich die Veranstaltung um ein Vielfaches vergrößert und ist von außen in das wettergeschützte Schulgebäude umgezogen. Es gibt Fans, die jedes Mal aus dem ganzen Umkreis dafür anreisen. Es werden 40 Bauzäune aufgestellt, selbstgebaute Spezialeffekte und Profi-Equipment verwendet und die komplette Blaulichtfamilie unterstützt die Veranstaltungstechnik-AG, die nach intensiven Vorbereitungen dem Erschreckerabend entgegenfiebert.
Zu Pr(H)ällowien wird auch am 23.10.2026 wieder die Schule komplett umgestaltet. Die Besucher gehen durch dunkle, bizarre Schulgänge und müssen durch einen Spinnengang, eine Schlangengrube, ein Blitzlabyrinth, einen Friedhof mit echtem Sarg und ein Nebelzelt der Jugendfeuerwehr in dem man die Hand nicht vor den Augen erkennt. Überall sind gruselige Szenen, animierte Figuren und echte Erschrecker, die dafür sorgen, dass die Besucher durch den Nervenkitzel viel Spaß haben. Auf dem Schulhof verkauft eine Klasse Hotdogs als „Finger“food (siehe Plakat), Spukmuffins, verschiedene Snacks und Getränke für die Abschlussfahrt. Außerdem gibt es die Möglichkeit sich von der Polizei einen Tatort erklären zu lassen, mal in Handschellen in einem Polizeiauto zu sitzen oder beim DRK einen Rettungswagen von innen zu sehen und sich Wunden schminken zu lassen.
Seit dem ersten Mal unterstützen viele Menschen die VT-AG. Es werden Strohballen, private Nebelmaschinen und Halloween-Sammlungen zur Verfügung gestellt. Aufbauhelfer stehen parat und der Kostümpalast in Freiberg spendet immer wieder Dekoartikel und Figuren. Die Firma Layher bezahlt erneut die Bauzäune, ohne die die Gänge in der Schule und somit die veränderte Struktur nicht möglich wäre. Die Laufwege sind jedes Mal anders und es gibt immer Neuerungen. In diesem Jahr ist ein Lasertunnel und ein besonderer Gag am Eingang geplant. Dabei müssen die Besucher schon vor dem Eintritt bei einem nachgebauten „Mund der Warheit“ Mut beweisen und mit ihrer Hand in einem dunklen Schlund, ähnlich einer Blackbox, einen Schalter betätigen. Die Unterstützung durch DS-Veranstaltungstechnik aus Kirchheim ist auch als Partner essentiell wichtig, um für die entsprechende Stimmung mit Nebel und Licht zu sorgen. Etliche Lehrer freuen sich trotz der dann schon begonnenen Herbstferien an diesem Tag auf viele Besucher. Pr(H)ällowien ist eine öffentliche Veranstaltung und für jeden Gruselfan ein echter Geheimtipp.













